Kritik an Pfalzquartier - Ein Zwischenruf

Vor wenigen Tagen haben wir die Siegerentwürfe zum Pfalzquartier der Öffentlichkeit vorgestellt. Große, mutige Ideen für unsere Stadt. Millioneninvestitionen und ganz sicher: Diese Entwicklung bringt uns voran. Ich spüre eine breite Zustimmung in der Stadt für diese Entwicklung und natürlich - das gehört auch dazu - gibt es auch kritische Anmerkungen zu den Entwürfen.

Die Bürgerschaft diskutiert und das ist auch gut so”

Was ich ich aber kritisiere ist die Kritik eines Vereins an diesen Plänen. Denn der Verein "Stadtbild Deutschland" initiiert bundesweit Initiativen, um Bauvorhaben in Richtung einer vom Verein vertretenen, extrem konservativen Architekturästhetik zu bewegen, die maßgeblichen Leitlinien sind Rekonstruktion, "Harmonie" und historisierendes Bauen.

Ohne dass dem Verein selbst entsprechende Ziele nachzuweisen sind, wird er damit zum Sammelbecken nationalkonservativer Wutbürger, die auf der Kommentarseite des Vereins auch schon mal dazu aufrufen, die Adressen derjenigen Stadträte zu veröffentlichen, die für von den Vorstellungen des Vereins abweichende Architekturlösungen gestimmt haben.


Auf der Internet-Seite des vom Verein empfohlenen Architekten Jeyabalan haben meine Kolleginnen und ich jedenfalls kein realisiertes Projekt gefunden, er scheint sich auf skizzenhafte Ansichten (mit Verkauf von Postkartend der Motive) spezialisiert zu haben, die der vom Verein angestrebten Ästhetik entsprechen (u.a. eine für einen privaten Investor empfohlene verkleinerte Ausgabe der "Zauberschule" Hogwarts aus Harry Potter).

Ich halte den Verein und die Ziele für schwierig und noch mehr, dass einem solchen Sammelbecken von Menschen aus ganz anderen Städten, in Goslar über die Zeitung ein derartiger Raum geboten wird.


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