Zur Zukunft des Altstadtfestes - ein Zwischenruf

“Junge Bühne, altes Fest - Positionierung tut not” - so titelt heute die GZ. 

Nach meiner Ansicht sollten wir in Goslar aber nicht über die Junge Bühne diskutieren, sondern über das Altstadtfest.

Ein Zwischenruf:

Die Junge Bühne ist für mich unverzichtbarer Teil des Festes, seit 15 Jahren und ich danke sehr herzlich allen ehrenamtlichen Engagierten.

In der Vergangenheit wurde die Bühne von Standort zu Standort verschoben (Ratsgymnasium, Bäckerstraße, Realschule Hoher Weg und nun Hauptschule Kaiserpfalz). Frühere öffentliche Kritikpunkte „Dunkle Menschen, dunkle Musik und dunkler Schulhof“ (so eine damalige Schlagzeile der GZ) wurden offensiv angegangen und abgestellt (z. B. Musikauswahl, Beleuchtungskonzept an der Bühne, etc.)

Ein Team von sechs Ehrenamtlichen plant das gesamte Jahr über an dem Konzept/Bandauswahl der Bühne, am Wochenende selbst sind beinahe 100 ehrenamtliche Helfer vor Ort. Diese decken alle Alters- und Gesellschaftsschichten ab (z. B. auch Ratsmitglieder).

Die Sponsoren sind über Jahre treu an unserer Bühne und ich habe mich auch persönlich aktiv in die Sponsoreneinwerbung eingebracht. 

Die Künstler kommen aus der Region und seit 2009 (J.B.O.) ist es auch Anspruch der Macher deutschlandweit bekannte Bands nach Goslar zu holen und das Altstadtfest zu bereichern

An der Jungen Bühne „wohnt“ das Ehrenamt. Kooperationen mit Vereinen und Verbanden (KPR, Harzer Falken, Toleranz fördern – Vielfalt stärken, Bürgerstiftung, usw.) waren in den vergangenen Jahren stets tragende Säulen

Bevor wir über die Junge Bühne diskutieren, sollten wir lieber über das Altstadtfest diskutieren:

Hätte das Altstadtfest noch die früheren Besucherzahlen von etwa 40.000 Menschen, wären die ca. 3000 Besucher der Jungen Bühne kein Problem, oder?

Wollen wir wirklich nur noch Essen und Trinken?

Brauchen wir wirklich derart laute Musik (z. B. Jakobikirchhof), die uns die Plätze leerspielt?

Wo bleibt das Engagement der Vereine, der Ehrenamtlichen?

Wollen wir vielleicht wieder etwas kleiner und feiner werden?

Also: Positionierung tut not, aber nicht im Verhältnis Altstadtfest - Junge Bühne, sondern wir sollten unser Altstadtfest insgesamt positionieren. Das Altstadtfest ist ein Fest der Goslarer. Vielleicht sollte es ein solches wieder werden….