Zukunft Goslars als Vorgarten von Braunschweig?

Was bedeutet eigentlich gemeinsames Regionalmarketing für die Landkreise Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel sowie die Städte Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter???

- EIN ZWISCHENRUF - 

Ich bleibe dabei: Diese Mehrheitsentscheidung des Kreistages hilft der Stadt Goslar nicht. Dabei bin ich aber auch wirklich überzeugt davon, dass die Mehrheitsentscheidung nichts zerstört, kaputt macht - einzig und allein wird Geld verbrannt. Geld, das wir sicher hätten besser, zielgerichteter einsetzen können. Also: Hin dafür. 

Selbstverständlich braucht es für Marketing auch immer übergeordnete Klammern. Bayern ist eben weiß-blau und Baden-Württemberg kann Alles, außer Hochdeutsch natürlich. Die Geschichte mit den Frühaufstehern im Nachbarbundesland war ein netter Versuch, ist aber jetzt in der Mülltonne gelandet. Für Niedersachsen, das können ja Landespolitiker und Historiker viel besser erklären, ist die gemeinsame Klammer nicht ganz so leicht zu finden. Die Pferde vielleicht, ja. Wattenmeer, Heide und Harz sind aber schon keine gemeinsame Klammer für Niedersachsen mehr. Da dürften wir uns wohl einig sein.

Und jetzt betrachten wir bitte den Raum und die Einwohner der Landkreise Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel sowie Raum und Einwohner der Städte Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter.

Wie soll bitte hier ein ein gemeinsames Regionalmarketing aufgesetzt werden, das gemeinsame Interessen definiert, bei fehlender gemeinsamer Identität; bei dem dann die Stadt Goslar nachher tatsächlich auch einen Mehrwert hat und eben nicht nur die Oberzentren Braunschweig und Wolfsburg stärkt mit Geld aus der Stadt Goslar.

Ich habe einen anderen Ansatz, einen Regionalmarketingansatz, den ich inzwischen mit sehr vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern in der EIN HARZ Initiative teile: Goslar gehört nicht in den Großraum Zweckverband Braunschweig im oben genannten Gebilde, soll sich nicht zum Vorgarten von Braunschweig entwickeln, sondern gehört zum und in den Harz. Hier haben wir eine gemeinsame Identität, einen gemeinsamen Natur- und Lebensraum, aus dem gemeinsames Regionalmarketing wachsen kann.

Hieran lasst uns weiter arbeiten und von einem engeren Zusammenarbeiten von West- und Ostharz, von Süd- und Nordharz profitieren. Gemeinsames Marketing entsteht von selbst, nicht aufgesetzt, durch Zusammenarbeiten und Zusammenstehen!

Oliver JunkZwischenruf, EINHARZ, ZGB