Unsere Altstadt hat Zukunft

Vor rund einem Jahr haben wir die Initiative zur Entwicklungder Goslarer Altstadt gestartet. Bauliche Verfallserscheinungen und Leerstände, Attraktivitätsverlust, kritische Beobachtungen bei Sicherheit & Sauberkeit, Anforderungen aus der Energiewende, Forderungen der Seniorenvertretung nach Wohnen im Alter, Forderungen des Arbeitskreises Unesco Weltkulturerbe Altstadt Goslar  - überall hier wurden Handlungsbedarfe deutlich. Hintergründe sind offensichtlich. Ich verweise auf die demographische Entwicklung (Überalterung sowie Einwohnerrückgang von 7 Prozent in der Altstadt),  mangelnde finanzielle Leistungsfähigkeit von Eigentümern aufgrund fehlender Renditeerwartungen und Vorgaben des Denkmalschutzes.

Deshalb haben wir Nachbarkommunen wie Osterode, Duderstadt und Quedlinburg besucht, Ideen, Konzepte und Strategien diskutiert. Wir haben uns mit Staatssekretär Jörg Röhmann aus dem Sozialministerium und dem Verbandsdirektor der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Heiner Pott in Goslar ausgetauscht. Das Thema wurde in die Regionale Handlungsstrategie der Landesregierung (Südniedersachsenplan) eingebracht, vor allem aber Workshops „Unsere Altstadt hat Zukunft“ gestartet.


Rat und Verwaltung haben die vorbereitenden Untersuchungen zur Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ (Sitzungsvorlage 2014/403) in Auftrag gegeben.

 Die Signale aus Hannover sind positiv. Aufgrund der hohen Denkmaldichte und der Lage in Südniedersachsen ist die Stadt Goslar ganz besonders prädestiniert für eine Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Wir werden uns dabei auf die sog. Unterstadt konzentrieren. Ich werde deshalb dem Rat im ersten Halbjahr 2015 die Antragsstellung bis zum 01.06. empfehlen, damit wir dann ab dem Jahr 2016 in das Denkmalschutzprogramm aufgenommen werden.

 Unsere Altstadt hat Zukunft – sie braucht aber Konzentration und öffentliche (finanzielle) Unterstützung. Dringend!