Schatz der Stadt Goslar: Der Rammelsberg

Es ist ein wunderbarer Ort, dieser Rammelsberg. Ein Ort mit so viel Kraft, Geschichte und Energie. Das spürt jeder, der erstmals diesem Ort begegnet. Der Goslarer selbst, der also den Rammelsberg und seine Geschichte seit Jahren und Jahrzehnten kennt, sieht das oftmals leider nicht so positiv. Vielleicht wird da noch zu stark dem Bergbau nachgetrauert, den es seit 1988 dort nicht mehr gibt.

- EIN ZWISCHENRUF - 

Welche Stadt kann von sich behaupten, ein so großartiges Industriedenkmal zu haben? Nicht umsonst hat die UNESCO bereits 1992 dem Erzbergwerk den Weltkulturerbetitel - gemeinsam mit der Altstadt von Goslar - verliehen. 

Aber da ist ja nicht nur ein Industriedenkmal…..


Die damit verbundene museale Einrichtung gewinnt Jahr für Jahr über 100.000 Besucherinnen und Besucher - Tendenz steigend mit einem Anteil von ausländischen Gästen von inzwischen über 20 Prozent. 

Da ist auch ein wunderbare Tagungsstandort. Landesregierung, Remondis - viele haben die Möglichkeit bereits benutzt. Und während eben die Goslarer (insbesondere im Rat) sich mit dem Berg schwer tun, hatte ich am vergangenen Samstag über 40 Kulturinteressierte aus fünf Landkreisen und drei Bundesländern zu Gast am Rammelsberg. Menschen, die sich länderübergreifend Gedanken zum Thema “Kultur im Harz” gemacht haben und machen (siehe Foto).

Und da ist ein Ort der Begegnung. Mit der Veranstaltungsreihe “Der BERG RUFT”, hat die Stadt Goslar dabei mitgewirkt, kurzweilige Diskussionsveranstaltungen für 250 Gäste in der Waschkaue zu organisieren. Jüngst waren Bundespräsident a. D. Wulff und Julia Engelmann zu Gast. In wenigen Tagen kommen Edmund Stoiber und Bodo Ramelow.

Und da ist ein Ort der Musik: Am 03. Juni organisiert Graf von der Schulenburg mit Soli Deo Gloria “Fräulein Tod trifft Herrn Schostakowitsch”. Jüngst haben wir ganz starke “MINER´S ROCK” Konzerte in der Schlosserei erlebt. Und weitere Konzerte werden folgen, weil der Erfolg von “MINER´S ROCK” auch der Erfolg der Schlosserei am Rammelsberg ist.

Wir - die Stadt, Ehrenamt, Interessierte, Sponsoren - haben also bereits viele Bausteine geliefert, um ein “Kulturforum Rammelsberg” zu etablieren. Dafür möchte ich auch weiter arbeiten.

Was mir nicht gefällt:

Die institutionelle Förderung von Land und Stadt sind seit 15 Jahren nicht angehoben worden, bei steigenden Personal- und Energiekosten. Bei notwendigen Sanierungen von Gebäuden und Gleisanlagen.

Die Politik in Goslar verschließt sich den Gedanken, die Schlosserei zu einer Kulturspielstätte auszubauen. Hat die Kultur in Goslar wirklich genug Lobby?

Wenn wir uns wenigstens darüber einig sind, dass der Rammelsberg ein Schatz in der Stadt Goslar ist, dann wird es jetzt dringend Zeit: Lasst uns den Schatz heben!