Unsere Reinigungstruppen

(Fast) Jeden Morgen laufe ich mit meinen Kindern durch die Altstadt, auf dem Weg in den Kindergarten, in die Schule, ins Büro. Und was fällt mir da ins Auge? Ja, natürlich meine allerliebste Lieblingsherzenssache, die Abzuchtblumen. Und die #abzuchtblumen Fangemeinde bei Instagram wächst und wächst……. 

Und abgesehen von den Abzuchtblumen? Mir fällt Bonbonpapier auf, das durch die Straße weht. Ein benutztes Papiertaschentuch, das jemand achtlos auf den Boden geworfen hat, statt in den Mülleimer. 

Und die Hinterlassenschaften von Hunden, deren Halter es nicht für nötig halten, sie wegzuräumen. 

Was ich aber nicht sehe, sind all die sauberen Ecken in Goslar, in der Altstadt, an der Abzucht.. Die Ecken also, die unsere Reinigungstruppen von Eurawasser morgens schon von dem Unrat befreit hat. Ich sehe nicht den Müll, den die Leute am Vortag irgendwo hingeschmissen haben, weil die fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das alles bereits eingesammelt haben. 

Meine Herzenssache in dieser Woche widme ich allen, die unsere Stadt so schön sauber halten. 

Einer von ihnen ist Frank Olschminke

Frank Olschminke ist nicht nur ein fleißiger Arbeiter und Kollege, er ist darüber hinaus auch stark ehrenamtlich engagiert in der Stadt #Goslar, insbesondere beim THW.

Er fährt mit dem Citycleaner durch die Stadt und saugt die Hundehaufen einfach weg. 

Das Thema “Hundehaufen in Goslars Altstadt” ging ja im vergangenen Jahr bundesweit und sogar über die deutschen Grenzen hinweg durch die Medien. Der Citycleaner fährt in der Regel täglich, mindestens aber dreimal die Woche. Nur bei starkem Regen bleibt das Gefährt stehen. Nicht nur, dass die Fahrer ansonsten klatschnass werden, denn auf der Fahrerseite ist keine Tür, sondern die Armatur wird auch nass – und das tut dem Fahrzeug gar nicht gut. 

Auch im Winter kann unser tolles Mobil nicht genutzt werden, die Flüssigkeit im Tank würde einfrieren. Also wird der Citycleaner dann für den Winterdienst umgerüstet und ist in anderer Mission auf Goslars Straßen, Radwegen und öffentlichen Plätzen unterwegs. Die fleißigen Kollegen müssen derweil mit Schaufel und Eimer los. 

Das muss man sich mal herkriegen: Nur weil diese speziellen Hundehalter glauben, ihre Pflicht nicht erfüllen zu müssen, müssen andere Menschen deren Hundehaufen mit einer Schaufel einsammeln. 

Der Citycleaner ist da weitaus hygienischer und vor allem geruchsneutraler. Viel schöner und angenehmer ist die Arbeit aber auch nicht, da wollen wir mal ehrlich sein.

Ich habe wirklich Respekt vor unseren Frauen und Männern von der Straßenreinigung. Den Müll anderer Menschen (und Hunde) zu beseitigen, ist ganz gewiss keine der blumigsten Angelegenheiten. 

Das weiß ganz gewiss auch jeder, der sich regelmäßig an der Aktion  „Bürger säubern ihre Stadt“ beteiligt. Olschminke und seine Kollegen wissen: Gerade beim Hundekot gibt es immer die gleichen Ecken, die gereinigt werden müssen.

Und “mein” Weg an der Abzucht entlang gehört leider dazu. 

 Mir persönlich fehlt dafür jedes Verständnis. Dass man überhaupt so weit gehen muss. Dass die Stadt Personal und Material einsetzen muss, das in der Zeit viele nützliche Arbeiten verrichten könnte. 

Alle Goslarer bezahlen das! 

Ich habe auch einen Hund. Momo - und Momo habe ich auch schon einmal eine #Herzenssache gewidmet:

http://oliver-junk.de/post/157353754881/herzenssache-goslar-momo

Habe gerade nochmal nachgeschaut, die #Herzenssache ist aus den Februar 2017 - da war Momo noch deutlich jünger, heute sieht sie so aus:

Zurück zum Thema:

So schwierig ist es wirklich nicht, die Hinterlassenschaften in einem Beutelchen zu verstauen und in den nächsten Papierkorb zu werfen. Das bekommen sogar meine kleinen Töchter hin!!!

Das ist doch das normalste der Welt, wenn man einen Hund hat. Da stimmt Olschminke mir zu. Er hat selbst zwei Hunde – und immer Hundekotbeutel dabei. „Sonst hätte ich mir einen Hamster angeschafft, wenn ich mich nicht bücken wollte“, sagt er süffisant. 

Besonders irritiert hat mich der Bericht von Frank Olschminke. Wenn er die Hundehalter anspricht, bekommt er meist nur dumme Sprüche zu hören. „Dafür zahl ich Hundesteuer“ oder „Das ist doch dein Job.“ (Was für ein Argument. Dann kann ich also auch Bus fahren, ohne zu bezahlen? Denn der Busfahrer fährt so oder so, das ist ja sein Job…) 

Besonders die jüngeren Leute gebärden sich derart unverschämt, sagt der Reinigungsprofi. „Die gehbehinderte Oma dagegen sammelt den Haufen ihres Hundes auf. Das liegen zu lassen, müsste 300 Euro Strafe kosten. Das müsste richtig wehtun.“ Fakt ist: Es ist eine Minderheit, die die Haufen Ihrer Vierbeiner einfach liegen lässt. 

Fakt ist aber auch: Ohne unseren engagierten Reinigungstrupp könnte man früher oder später kaum noch treten. Deshalb möchte ich auf diesem Weg Dankeschön sagen! Passen wir alle gemeinsam auf unsere schöne Stadt auf. Wir sind hier zu Hause, so sollten wir auch handeln.

#Herzenssache #Goslar: Unsere engagierten Reinigungstruppen im Stadtgebiet