Herzenssache Goslar: Unsere Weihnachtsmarktbeschicker

Ja, das sieht dann manchmal alles so einfach aus: Zahlreiche Kinder, die sich um das Kinderkarussell drängeln; die Schlange hungriger Menschen vor dem Bratwurstgrill, 500 feierfreudige Menschen im Innenhof des Schiefers; unzählige Menschen drücken sich durch den Winterwald und trinken Himbeertraum….. 

Und verbunden mit der Information, dass am Geldautomaten der Volksbank am Fleischscharrren am vergangenen Samstag kein Bargeld mehr zu ziehen war, hat ja (fast) jeder ein klares Bild: „Da wird Geld verdient ohne Ende!“; „Gelddruckmaschinen“; „Viel Geld für wenig Arbeit!“ 

 Nicht abgebildet dabei wird ein anderes Bild: Die Marktbeschicker, unsere Gastronomen und Schausteller, haben nicht nur ein Adventwochenende im Dezember, sondern ein ganzes Jahr zu organisieren. Haben zu investieren! Haben Risiko zu tragen! Personal zu beschäftigen, Standgeld zu zahlen – und dabei ist der Verkauf von Glühwein und Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt natürlich ein wichtiges wirtschaftliches Standbein. Und der schöne Weihnachtsmarkt und der herrliche Weihnachtswald lebt eben nicht nur vom richtigen Marketing und einem wertigen Rahmen (dafür sorgen die Verantwortlichen bei der Goslar Marketing ganz vorbildlich), sondern gerade vom Engagement der Weihnachtsmarktbeschicker! Wie gehen sie mit den Gästen und Kunden um? Wie attraktiv sind die angebotenen Waren, Getränke….. 

 Zeit, Dankeschön zu sagen. Dankeschön all denen, die sich für unseren Weihnachtsmarkt engagieren: 

Da ist zum Beispiel Inge Rühle, die „Perlsacktierchen“ (heißt das überhaupt so?) verkauft und meine Tochter Inga motiviert hat, mir immer mal einen leergetrunkenen Becher abzuziehen und das Pfand einzustecken. 

So hat Inga jetzt schon 20,00 EUR zusammen – und freut sich auf ihr Tierchen, das sie sich selbst zu Weihnachten schenken möchte. Inge Rühle ist tatsächlich ein Goslarer Original. Im Sommer kümmert sie sich ehrenamtlich um den Blumenschmuck auf dem Marktplatz, ihre Herzenssache ist die Privilegierte Schützengesellschaft. 

Da ist zum Beispiel Konrad (Conny) Ahrend junior. Meine Frau Bettina kennt ihn schon seit 20 Jahren, mit seinem Jaguar-Express war er damals schon auf dem Schützenplatz in Bad Sachsa und Walkenried.  Heute steht er mit dem Nach-, Nach-, Nachfolgemodell im Sommer auf dem Schützenfestplatz in Goslar. Und im Winter? Sein Geschäft ist Mandelverkauf. 

Conny kommt aus einer Schaustellerfamilie. Seinen Vater Konrad betreibt das Kinderkarussell neben dem Lions-Stand, sein Bruder David die Kinderbahn und verkauft daneben Pommes/Curry-Wurst und Bratwurst. 

Da ist zum Beispiel der Kutscher Reiner Zipper, zugegeben kein Marktbeschicker, aber einer, der bei Wind und Wetter Touristen unsere Stadt zeigt. 

Da ist zum Beispiel Maik Jankowsky, der mit dem Schiefer, dem Tim´s und dem Wildfang gemeinsam mit Alexander Scharf ganzjährig tätig ist und dem es gelungen ist, dem Weihnachtsmarkt mit den Partysim Schiefer-Innenhof nochmal einen ganz eigenen Impuls zu geben.

Da ist zum Beispiel Silke Suliktsis mit Ihrem Ehemann Michael und Sohn Niklas. Sie waren die mit Willi Robben die Weihnachtsmarktbeschicker, die sich von Michael Bitters Idee haben anstecken lassen und den Weihnachtswald mit aufzubauen und damit dem Weihnachtsmarkt Goslar ein Alleinstellungsmerkmal zu geben. 

Und da sind noch ganz viel mehr, die ich im Rahmen meines Rundgangs am Donnerstag nicht getroffen habe ……… Ja, ieht irgendwie alles ganz einfach aus, ist es aber nicht. 

Und bei allem „Geschäftsbetrieb Weihnachtsmarkt“ gilt auch für die Stadt (etwa beim Thema Standgebühren): Leben und Leben lassen! Ohne Menschen, die mit dem Weihnachtsmarkt Geld verdienen können und wollen, könnten wir alle ihn nicht erleben. Herzenssache Goslar: Die Weihnachtsmarktbeschicker