Starke Typen wie Dirk Felsmann

Wenn in einer Stadt etwas vorangeht, was passiert - dann hängt das immer auch mit „Typen“ zusammen. Menschen, die sich für eine Sache, ein Projekt begeistern lassen und denen das Machen, Probieren und Umsetzen einfach Freude bringt. 

Das gilt für den „freiwilligen“ Bereich in Vereinen, bei der Feuerwehr, in der Kultur, in der Kunst, im Sport. Das gilt aber auch für Betriebe und Unternehmen. Es braucht auch „Unternehmertypen“ in einer Stadt. 

Und von diesen Unternehmertypen haben wir in Goslar, zu unserem großen Glück, so einige. Und viele von den Typen durfte ich bereits kennenlernen, manche waren auch schon einmal „Herzenssache“. Ich denke z. B. an den Kaffeeverrückten Markus Dill, den Naturkosmetikenthusiasten Carl-Michael Diedrich oder den Unternehmer mit Ideen, Dirk Junicke. Und natürlich muss auch der Draht zum Oberbürgermeister passen bzw. kann gerade auch der Oberbürgermeister die Unternehmertypen von „außen“ für Projekte in der Stadt gewinnen. Das hängt dann mit Vertrauen zusammen, das hängt auch damit zusammen, dass man gemeinsam Ideen entwickelt und Ziele verfolgt. Ich erinnere mich z. B. gerne an die Aussage von Dirk Junicke aus Bad Harzburg, der vor einigen Monaten daran erinnerte, dass ich ihn für sein inzwischen vielfältiges Engagement in Goslar gewinnen konnte. 

Und auf ähnliche Weise habe ich auch Kontakt zu Dirk Felsmann, Unternehmer aus Hannover, aufgenommen. Bei unserer ersten Begegnung in Wöltingerode, aber auch z. B. nach dem vorletzten Pancket, haben wir nicht nur gemeinsam geplaudert, sondern auch das eine oder andere leckere Bier zusammen getrunken. Erst war da nur eine Idee, dann gab es viele Gespräche und am Ende steht ein 10 Mio. Euro-Invest in bezahlbaren Wohnraum in unserer Stadt Goslar, auf dem Fliegerhorst. 

In sechs früheren Mannschaftsunterkünften entstehen hier bis zum Ende des kommenden Jahres insgesamt 36 Mietwohnungen zwischen 75 und 120 Quadratmetern. Auch zwei Doppelhäuser werden zu vier weiteren Wohnungen saniert, sodass am Ende 40 Wohnungen den Markt bereichern und ein Stück der Fliegerhorstgeschichte bewahren. Der Mietpreis soll acht Euro betragen, das erscheint mir sehr fair. 

Dabei wohnt man im östlichen Teil des Fliegerhorstes. Integrierte Lage, mitten im Grünen, stadtnah am Krankenhaus und der Nahversorgung, perfekt erreichbar mit den Stadtbussen, in Kürze noch einen bilingualen Kindergarten vor der Tür. Man wohnt in kleinen Einheiten, je Gebäude nur sechs Wohnungen und mit einem Stellplatz vor der Tür. Der Weg zum Joggen ist nicht weit, die Natur vor der Tür und, auch das ist sicher einzigartig, man lebt in einem Denkmal. Mit Liebe zum Detail hat Herr Felsmann mit seinem Kompagnon, Dr. Meinhof, die Gebäude in ihrer ursprünglichen Optik belassen. Die „alten“ Fenster wurden restauriert oder durch neue Holzfenster ersetzt. Die Fassade bleibt aufgrund einer raffinierten Innendämmung erhalten und auch die weiteren baulichen Eingriffe fanden und finden in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege statt. 

Und dennoch werden die Wohnungen allen modernen Erfordernissen gerecht und erhalten mit Eichenparkett, neuen Küchen und moderner Installationstechnik all das, was man heute erwarten darf und muss. Ich freue mich über diese Entwicklung! Auch sie sorgt dafür, dass in wenigen Monaten bereits über 100 Mensch in unserem neuen Stadtteil wohnen werden und mit der weiteren Entwicklung wohl bald mehr als 500 Bürgerinnen und Bürger hier ein neues Zuhause finden. Standortpolitik, die man erleben kann, der man jeden Tag beim Wachsen zuschauen kann. Ich muss sagen, die Entwicklung auf dem Fliegerhorst macht mich stolz. Wer hätte gedacht, dass wir über 60 Hektar in so kurzer Zeit reanimieren und für Goslar zu einem Gewinn machen. 

Und mit wir meine ich hier tatsächlich alle Beteiligten: Die Bima, die Klosterkammer, die Unternehmensgruppe BLB, die Wirtschaftsförderung, den Rat, die Verwaltung und natürlich diese „verrückten“ Typen, die schon Grundstücke gekauft haben, als es noch nicht nach Fortschritt aussah, sondern nach Dornröschenschlaf. Vor drei Tagen haben wir im Rat daneben auch die Weichen dafür gestellt, dass ab dem nächsten Sommer ein bilingualer Kindergarten (mit der Chance auf Erweiterung zu einer Schule) errichtet wird und den Fliegerhorst-Kindern eine eigene Einrichtung gibt. Auch dies wird übrigens von einem echten Goslarer Typen entwickelt, aber die Geschichte zu Folkert Bruns ist eine eigene Sache, manchmal auch eine schwierige Sache (Bruns ist ja kein einfacher Typ ☺), aber doch zu jeder Zeit auch eine Herzenssache. Diese Herzenssache sollte ich vielleicht bei passender Gelegenheit mal erzählen. 

Ich freue mich jedenfalls Tag für Tag über die vielen „Typen“ in unserer Stadt und ermuntere jeden, seine Idee, seine „Macke“ durchzusetzen und zum Wohle der Stadt zu spinnen. Von Sir Winston Churchill ist der Satz überliefert: „Erfolg ist nichts endgültiges, Misserfolg nichts fatales: was zählt, ist der Mut weiterzumachen.“ In diesem Sonne: Weitermachen, Ihr verrückten Typen in Goslar, ich find euch richtig gut! Weitermachen Dirk Felsmann & Dr. Meinhof, nicht nur auf dem Fliegerhorstgelände, sondern auch beim Umbau des ODEON-Theaters

Meine #Herzenssache in dieser Woche: Echte Typen wie Dirk Felsmann!