Herzenssache Goslar: Momo

Ja, wir haben viel diskutiert über Hunde und ihre Hinterlassenschaften in dieser Woche. Deshalb liegt es auf der Hand: Meine Herzens”sache” an diesem Freitag: MOMO

Mit der von der Stadt initiierten Aktion #haufenmussweg (www.facebook.com/groups/haufenmussmit) haben wir ganz viel Aufmerksamkeit erzeugt, in der Stadt, auch überregional! 

Spiegel Online (http://www.spiegel.de/panorama/stadt-goslar-kaempft-mit-faehnchen-gegen-hundehaufen-a-1134737.html), NDR (http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Goslar-bittet-Touristen-um-Hilfe-gegen-Hundekot,hundekot130.html), RTL, Hamburger Abendblatt und etliche weitere Medien bundesweit haben über unsere Aktion berichtet. 

Aus anderen Kommunen kommt die Frage, ob sie die Fähnchen auch bekommen können. Und auch in Goslar gibt es kaum noch ein anderes Thema. 

Genau das war auch das Ziel. Natürlich können wir mit Fähnchen kein Hundekot verschwinden lassen, sie haben keine Zauberkraft – aber doch die Fähigkeit zu sensibilisieren. Wir müssen auf uns selbst aufpassen. Videoüberwachung, Bußgelder, Verstärkung des Außendienstes – das alles hilft so richtig wirkungsvoll nicht gegen Menschen, die die Innenstadt mit einem Hundeklo verwechseln. 

 Mehr Geld für Grünpflege, noch mehr und buntere Blumen, das alles nutzt doch dann nichts, wenn das schicke Grün zwischen Hundehaufen sprießt. 

 Nun ja, was hat das alles mit meiner „Herzenssache Momo“ zu tun, werden Sie, werdet Ihr fragen? Ganz viel. Ich bin nämlich selbst Hundebesitzer und was ich mit dem Thema „Hund“ verbinde, ist eben „Gott sei Dank“ nicht zuerst Hundekot, sondern Momo. 

Momo, das ist unser Familienmitglied, eine braune Labradorhündin. Elf Jahre alt ist das liebe Tier – deshalb ist der Begriff Herzens“sache“ auch nicht ganz passig. 11 Jahre für einen Labrador – nicht mehr ganz jung. Vier Kinder bisher erlebt und überlebt. 

Als unsere erste Tochter geboren wurde, war Momo schon zwei Jahre alt. Treuer Begleiter schon in Bayreuth. Damals war Momo auch Bürohund; heute darf ich sie leider nicht mehr mit ins Amtszimmer nehmen. Leider! 

Umso mehr genieße ich die Spaziergänge mit Momo über den Blauen Haufen und ich gestehe: Ich habe auch bereits zivilen Ungehorsam geübt und hatte sie nicht ordnungsgemäß angeleint. Mit Momo über den Blauen Haufen laufen, auf die Stadt schauen, den Blick genießen. Herrlich. Natürlich ist nicht jeder Tag im Amt Heiterkeit und Fröhlichkeit. Aber der Blick auf die Stadt, mit Momo an der Seite, auf dem Blauen Haufen – ehrlich, genau dann weiß ich, warum ich so gerne Oberbürgermeister dieser wunderbaren Stadt Goslar bin.

Und so sehr genieße ich mit Momo auch die Übungslaufrunden für den Altstadtlauf. Mit dem Hund geht das viel leichter: Berufsförderungswerk – Aufbereitung – Forsthaus – Absetzbecken umrunden – am Segelflugplatz wieder hinauf Richtung Goslar – Dr. Willecke Steg – Aufbereitung.

Herzenssache Momo: Ein toller Hund, ein ganz liebes Familienmitglied, Kinderfreund, Spielkamerad. Danke  Momo, vor allem dafür, dass Du Dich immer freust, wenn ich nach Hause komme…

Oliver JunkHerzenssache, Goslar