Herzenssache Goslar: Heinrich III

Heinrich der Dritte. „Heinrich wer?“ Während Kaiser Wilhelm I. („König von Preußen“) oder Friedrich I. („Barbarossa – Das ist doch der mit dem roten Bart!“) hohe Bekanntheit genießen, ist der deutsche Kaiser, der vor 1000 Jahren geboren wurde und in Goslars Stadtgeschichte eine wesentliche Rolle spielt, den wenigsten ein Begriff. 

Und deshalb muss doch meine “Herzenssache Goslar” unbedingt in dieser Woche Heinrich III werden:


Jeder nickt bei der Erwähnung seines Namens verständnisvoll, aber eigentlich weiß doch kaum einer, worum es geht. 

Das wird sich nun ändern – dank einer herausragenden Kooperation. Menschen in Goslar und Umgebung –Bad Harzburg und Hildesheim – haben sich einiges einfallen lassen, um das Jubiläum zu feiern und vor allem Heinrich III. und sein Wirken für unsere Stadt bekannt zu machen. 

Und auch die Stadt Speyer spielt eine nicht ganz unwesentliche Rolle. 

Dass aus so wenig so viel gemacht wurde, begeistert mich. Die Verantwortlichen haben getreu dem Motto „Keine Knete? Kein Problem.“ das Beste aus der Situation gemacht. Jeder hat beigetragen, was er konnte. 

Zunächst möchte ich dem Museumsverein Goslar danken. Er hat die Initiative ergriffen und ein Programm mit Ausstellung der Prachtbibel, die mit großem Aufwand von Schweden in die Goslarer Kaiserpfalz transportiert wird, Festakt zum Geburtstag und mehr erstellt, um die Geschichte um Heinrich III. und seine Bedeutung für die Stadt ins Bewusstsein zu rücken. 

Weitere Vereine unterstützen die Initiative des Museumsvereins mit eigenen Aktionen: der Geschichtsverein mit einer Vortragsreihe, die Kulturinitiative mit einem Jubiläumskonzert und das Zinnfigurenmuseum mit einem Diorama. 

Museumsverein, Stadt und die design office Agentur für Kommunikation GmbH arbeiten gerade an der Ausstellung rund um das Hauptausstellungsstück, das Evangeliar, die im September feierlich eröffnet. Alles spannende Projekte, aber wir erfahren unsere Bürgerinnen und Bürger davon? Da kommt die design office Agentur für Kommunikation GmbH aus Bad Harzburg ins Spiel. Geschäftsführerin Silke Duda-Koch kam auf die Stadt zu mit der Idee, eine Broschüre zu erstellen. Die Quensen Druckerei + Verlag GmbH aus Hildesheim druckte zu einem unschlagbaren Preis und ein Sponsor wurde auch gefunden: Die Meisterküchen GmbH mit Unternehmen in Bad Harzburg und Speyer. 

Und beim Stichwort Speyer muss ich noch einen wichtigen Protagonisten ins Gespräch bringen: Reiner Dressler. Der ehemalige Interimsgeschäftsführer der Goslar Marketing GmbH und Unternehmensberater hat für das Heinrich-III-Jubiläum eine Marketingzusammenarbeit begründet: Besucher des Doms in Speyer erhalten gegen Vorlage ihrer Tickets Ermäßigung in Goslar und umgekehrt. 

Da sieht man also, dass es Menschen gibt, die sich nicht an der – eigentlich belanglosen, denn was ist schon ein Jahr unter 1000 – Diskussion um das „wahre Geburtsjahr“ Heinrichs hochziehen, sondern ihre Energie lieber in ein tolles Programm stecken. Während die anderen noch sinnieren und sich die Köpfe heiß reden, machen sie einfach mal. Das ist eine tolle Einstellung, finde ich. Das sind Menschen, die Goslars Kulturlandschaft voranbringen. 

Und noch was wird deutlich: Funktionierendes Kulturmarketing in Goslar darf sich in Zukunft nie mehr auf Zufälle und allein auf das Ehrenamt verlassen. Kulturmarketing muss in Zukunft Kernaufgabe der Goslar Marketing Gesellschaft werden. Schön, dass sich darüber heute in der Stadt fast alle einig sind. Als ich dieses Thema erstmals sehr deutlich vor drei Jahren im Aufsichtsrat der Goslar Marketing Gesellschaft eingefordert hatte, war die Stimmung in Goslar - insbesondere auch in der GMG - zu diesem Thema noch eine andere…..

Herzenssache Goslar: Heinrich III