Herzenssache Goslar - Goslar baut wieder Kindergärten!

Vom Offizierskasino zur modernen Kita.  Früher speisten hier die Beamten des Bundesgrenzschutzes, bald spielen hier kleine Kinder. Und auch darüber hinaus werden wir einen weiteren neuen Kindergarten in Goslar benötigen und bauen. Meine Herzenssache: Goslar baut wieder Kindergärten!

Ich freue mich auf den neuen Kindergarten auf dem Energiecampus und ich freue mich auf einen neuen weiteren Kindergarten. Natürlich kostet das Geld, viel Geld - natürlich auch für Personal, das wir zusätzlich einstellen werden. 

Aber sind das nicht richtig schöne Themen? Haben wir uns in den vergangenen Jahren nicht eher mit der Schließung von Einrichtungen und Gruppen aufgrund fehlender Kinder beschäftigen müssen.

Und beweist es nicht, dass die Stadt Goslar auch wieder finanziellen Spielraum gewonnen hat, um diese Zukunftsprojekte überhaupt zu realisieren. Schließlich ist die Kita Zum Frankenberge seit Jahren in einem völlig unzulänglichen Zustand und schließlich investieren wir auch in diesem Haushaltsjahr 2016 bereits schon 1 Millionen EUR in die Sanierung von St. Benno (Jürgenohl) und die Erweiterung von St. Paulus (Oker).

Denn:  Die Kinderzahlen liegen im dritten Jahr in Folge deutlich über dem früheren Niveau der guten 90er Jahre. Ursächlich hierfür sind steigende Geburten und Zuzüge von Familien mit Kindern. Das ist großartig.

Die vorhandenen Kindertagesstätten sind räumlich an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt. Und überall dort, wo wir überhaupt noch anbauen könnten, ist dies aus meiner Sicht nicht sinnvoll. Warum? Nun, insbesondere im Stadtteil Jürgenohl (Neuentwicklung des Wohngebietes Am Brunnenkamp sowie deutliche Verjüngung des Stadtteils) und im Stadtteil Oker benötigen wir Kapazitäten und eben nicht in den Ortsteilen.

Aktuell sehen wir in der Verwaltung den zusätzlichen Bedarf einer Kindertagesstätte mit drei Krippen- und zwei Kindergartengruppen und dieser Bedarf ist unabhängig von dem Neubau auf dem Energiecampus.

Daneben sehen wir im übrigen auch den Bedarf einer zusätzlichen Krippe im Stadtteil Vienenburg.

Aber der Bau kann erst 2018 realisiert werden, wenn der Rat grünes Licht gibt. Die Planungskosten werden für das nächste Jahr angemeldet. Auf dem Energiecampus geht es schneller:

Das ehemalige Casino auf dem Energiecampus wird aufwändig umgebaut. Hier soll 2018 dann die Kita Zum Frankenberge einziehen. Das Goslarer Gebäudemanagement (hier im Bild der GGM Chef Manfred Dorloff, sein Stellvertreter Oliver Heinrich und der zuständige Projektleiter Ginthaut) ist vorbildlich unterwegs.

Zusätzlich entstehen Tagungs- und Kongressräume – ein großer Saal für 200 Personen und mehr sowie mehrere kleine Räume. Das ist, was Goslar braucht, und alles wird neu und modern. 

 2000 wurde die ehemalige Rammelsbergkaserne übernommen. 2007 konnte ein Teil der Gebäude saniert werden. Mit der Ansiedlung von Energieforschungszentrum, Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut oder Technologie- und Gründerzentrum hat der Campus Am Stollen eine sehr gute Entwicklung genommen. Seit diesem Jahr sitzt zum Beispiel auch der Batteriesicherheitscampus an diesem Standort. 

Und jetzt jetzt kommen Kinderbetreuung und Sitzungsräume hinzu. Das ist wichtig für die Stadtinfrastruktur – man denke nur an große Tagungen wie Verkehrsgerichtstag oder Niedersächsische Energietage. 

Aber auch für Vereine und Bürgerbeteiligungen eröffnen sich neue Möglichkeiten. Das alles schafft einen Impuls für weitere Projekte. Die Stadt, das GGM, stemmt ein riesen Investitionsprojekt mit einem maximalen Baukostenvolumen von rund 1,9 Millionen Euro. Und wie immer drückt die Zeit. Voraussetzung für die Förderung der Krippenplätze durch Bund und Land ist nämlich die Fertigstellung bis zum 31. Dezember 2017. 

Bis dahin soll das Gebäude aus dem Jahr 1960 komplett umgebaut sein. Dabei gilt es, so wenig wie möglich in die Gebäudesubstanz einzugreifen. Im Hinblick auf die künftige Ausstattung des Tagungszentrums haben einige Forschungseinrichtungen des Campus zugesagt, sich zu engagieren. 

Finde ich gut, denn wer wüsste besser, was er an Technik und Möbeln braucht, als die, die die Konferenzräume quasi tagein tagaus nutzen werden? Wir arbeiten also schon jetzt Hand in Hand, um das Bestmögliche herauszuholen. So profitieren beide Seiten. 

Ab 2018 sollen dann auf dem Energiecampus drei Kindergartengruppen und neu: eine Krippengruppe betreut werden

Das Gebäude ist barrierefrei, bietet den Gruppen Platz, zum Beispiel auch für Schlafraum und Küche, sowie genügend Außenfläche. All das ist der Kita Zum Frankenberge am derzeitigen Standort nicht gegeben. Dort ist das Außengelände lediglich für 25 Kinder zugelassen. Leider hat es mit einem Betreiber für eine Mensa bisher nicht geklappt, aber wir lassen Raum für diese Möglichkeit. Wer weiß, was sich entwickelt, wenn das Potenzial erst einmal sichtbar wird? Die Lage mitten im Zentrum des Campus wäre jedenfalls optimal. 

Fehlt eigentlich nur noch ein passender Name. Wie soll die Kita einmal heißen? Weiterhin „Zum Frankenberge“, „Kita auf dem Energiecampus“? “Campus-Kita? Irgendwelche Ideen?

Meine Herzenssache in dieser Woche: Wir bauen endlich wieder Kindergärten! Goslar gewinnt!