Drumcandy

Wissen Sie was „30 Seconds to Mars“, „Feine Sahne Fischfilet“ und „Mark Forster“ gemeinsam haben? Sie alle kommen bei einem Auftritt nicht ohne ein wichtiges Detail aus Goslar aus. Auch daher widme ich meine heutige Herzenssache einem mutigen Unternehmer aus unserer Stadt, der die Welt der Musik bereichert und auf der ganzen Welt seine Kunden hat.

HERZENSSACHE GOSLAR: Drumcandy!

Dass es in Goslar kreative Köpfe und innovative Berufe gibt, das weiß ich nur zu gut, stoße ich doch in jeder Woche auf Anpacker und Ideenhaber in unserer schönen Stadt. Obwohl ich tatsächlich viel herumkomme, allein in diesem Jahr war ich schon bei etwa 60 Betrieben zu Gast, erlebe ich bisweilen echt und echte Überraschungen. So war ich kürzlich bei Drumcandy in der Wittenstraße eingeladen und habe mir einen Eindruck von deren Können und Ideen machen dürfen. 

In einem unscheinbaren Zweckbau entstehen hier in erster Linie bedruckte Felle für Schlagzeuge und wiederverwertbare Folien für Schlagzeuge. Daneben noch einiges mehr, was zum Oberthema „Schlagzeug“ passt. Drumcandy ist damit einer von nur zwei Betrieben in ganz Deutschland, die etwas derartiges am Markt anbieten. Einzigartig wird das Angebot, wenn man auf das Druckverfahren schaut, denn in diesem, im Direktdruckverfahren, sind wir in Goslar das Einhorn unter den Zulieferern. 

Hinter der Idee und der Firma steckt mit Kai Kleinewig ein Mediengestalter aus Goslar, ein netter dazu. Seit vielen Jahren ist er auf den Bühnen dieser Region unterwegs und macht sich um die Musik verdient. Selbst natürlich ebenfalls an einem Instrument, wenn es auch kein Schlagzeug ist. Angefangen hat nämlich alles mit eigenen Erfahrungen, Bandkollegen und dem Wunsch, dass so ein Schlagzeuger doch auch mal „zur Geltung“ kommen will und nicht immer bloß auf den unausgeleuchteten Platz auf der Bühne verbannt werden möchte. 

Zunächst nebenbei, ab 2015 zu 100 % selbstständig, hat sich Kai Kleinewig in die Materie eingearbeitet, sie aufgesogen und immer weiter perfektioniert. Nebenbei ist dies immer schon ein Risiko, Geld in die Hand zu nehmen und ein Produkt, samt ordentlicher Beschreibung, Homepage, Shop und allem weiteren „Zubehör“ auf die Beine zu stellen. 

Wenn man aber davon leben möchte und muss, dann gehört noch eine ordentliche Portion Mut dazu und der Glauben daran, dass die Idee zündet. 

Und die Idee hat gezündet. Inzwischen werden die Felle in die ganze Welt geliefert und kein Festival, selbst im entlegensten Winkel der Erde, ist wohl mehr ohne eine Band, die nicht wenigstens ein Fell von Drumcandy aus Goslar besitzt. 

Und dabei ist die Grundidee in den fünf Jahre nicht verändert worden: Individuelle Felle, ein cooles Design für Schlagzeuge, von denen es in Deutschland um die 600.000 gibt. 

Ein Markt ist also da. Ein solches individuelles Fell kostet dann ab ca. 70 Euro und kann zum Highlight an einem jeden Schlagzeug werden. Auch für die Spielmanns- und Musikzüge der Region ist das doch eine schicke Idee, sind doch auch hier genug Schlaginstrumente unterwegs. 

Im vergangenen April gab es Firma und Idee bereits seit fünf Jahren und ich hoffe auf viele weitere. Ideen gibt es jedenfalls schon heute genug. Hierbei geht es um schicke und individuelle Wanduhren, geht es um Kunst und immer auch ein Stück, das Besondere im Blick zu behalten. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja künftig für unsere Paul Lincke-Ring-Preisträger auch immer eine Uhr oder ein individuelles Fell, wir sind für jede Idee offen. 

Darum ist meine Herzenssache in dieser Woche ein Drumfell. Darum freue ich mich über die Ideen und die Schaffenskraft von Kai Kleinewig und bin sicher, dass auch alle neuen Superstars ein Fell aus Goslar brauchen werden. 

Allzeit gute Geschäfte und Glück Auf Drumcandy!