Herzenssache Goslar: Der Wintersport in Hahnenklee

Der Schnee ist da! Und er bleibt liegen – und hoffentlich auch noch eine ganze Weile. Und weil wir ja in Goslar über vereiste Straßen und vernachlässigte Streupflichten (natürlich nicht der Stadt) diskutieren, freuen wir uns nur wenige Kilometer weiter über die Skipisten, die Kinder mit ihren Schlitten, bezaubernde Winterlandschaft. In dieser Woche, meine Herzenssache: Der Wintersport in Hahnenklee/Bockswiese:

Als Kind hat man im Winter mit der ersten Flocke bereits in Skihose und mit dem Schlitten im Schlepptau auf genau diesen Moment gewartet. (Wer erinnert sich nicht an den Spruch: „Es liegt noch zu wenig Schnee, du machst die Kufen kaputt.“). Aber auch heute freue ich mich noch (fast) wie ein Kind über eine schöne Schneedecke und sei es nur, um einen Schneemann im Garten zu bauen. Der steht dort im übrigen mit seinem Werder-Schal schon seit fast einer Woche -und lacht die Sonne aus. 



Schnee in Goslar heißt: Gerne mit den Kindern zum Schlittenfahren auf den Blauen Haufen (gleich oberhalb unseres Energiecampus ist die schönste Rodelpiste), noch lieber aber mit Ski nach Braunlage oder – ja, das geht auch richtig gut – auf in unseren Ortsteil Hahnenklee. Hahnenklee, gemeinsam mit Bockswiese, beweist gerade aktuell wieder hohe touristische Attraktivität, gerade auch für Familien mit Kindern. Wer glaubt, in Hahnenklee geht nur Langlauf, der täuscht sich gewaltig: Sessellift und Abfahrt ist angesagt. Und wer in Deutschland hat denn bitteschön eine Skipiste unmittelbar vor der Haustür?



Und die Spötter, die da erzählen, dass man in Hahnenklee überhaupt nicht Skifahren kann, das sind oft die Menschen, die ihren Kindern das Skifahren nicht beibringen konnten oder wollten (Wo kann man das besser als in Hahnenklee?) oder Kitzbühel und Ischgl nur vom Hörensagen kennen. Also – fahrt mal hin, fahrt mal runter! 

Mir ist schon klar: Skilaufen im Harz spaltet die Gesellschaft. Die aktuellen Erweiterungspläne in Schierke in Richtung Wurmberg beweisen das. Und deshalb eine klare Position: Ich bin großer Fan und Befürworter von Wintersport und Abfahrtspisten im Harz. Warum? Natur, Naturschutz können stets in einen fairen Interessensausgleich zu touristischen Entwicklungen von Wintersportanlagen gebracht werden. Und in Hahnenklee ist uns das auch sehr gut gelungen. Der Beweis ist also angetreten. Der Harz ist viel zu groß, zu schön, um absolute Positionen zu definieren und Naturschützer gegen Skifahrer auszuspielen. Kompromisse sind angesagt, die sind möglich. Und – ganz am Rande – selbstverständlich hilft die Erweiterung in Schierke uns allen, allen Wintersporttouristen im Harz, allen Betrieben, die vom Tourismus abhängen, auch in Goslar und Hahnenklee/Bockswiese. Wettbewerb verhindern lockt jedenfalls keine zusätzlichen Touristen nach Hahnenklee (oder Braunlage). Nur gemeinsam und länderübergreifend kann die touristische Entwicklung im Harz organisiert werden. Und das gilt natürlich auch für den Wintersport. 

 Skifahren macht echt Laune! Genießen wir doch einfach die „paar“ Tage im Jahr, an denen wir bei uns vor der Haustüre, in Goslar, im Harz diesem Wintersport frönen können. Und das gilt auch für die Gastronomie, die Hütten. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt bei uns!


Außerdem erwacht dann auch das Loipenspurgerät, das wir im Dezember 2015 angeschafft haben, aus seinem Sommerschlaf. Die knapp 100.000 Euro lohnen sich! Leider – also aus meiner Sicht leider – kommt es gar nicht mehr so häufig vor, dass wir viel und lange Schnee haben. Da können manche Klimaforscher noch so häufig runterbeten, das Wetter habe sich in den vergangenen 40 Jahren dahingehend kaum geändert… Deshalb kommen jetzt Schneekanonen zum Einsatz. Die Betreiber wollen Wintergästen eine Enttäuschung ersparen. Der Bocksberg zum Beispiel hat mittlerweile zehn solcher Maschinen. Also, auf geht´s zum Skifahren nach Hahnenklee. Herzenssache Goslar: Der Wintersport in Hahnenklee.