Herzenssache Goslar - Das Mystheum in Hahnenklee

Herzenssache Goslar – Das MYSTHEUM in Goslars Ortsteil Hahnenklee. Hahnenklee, ein Ortsteil mit 1.000 Einwohnern und beinahe 500.000 Übernachtungen pro Jahr, eine wichtige Urlaubsdestination (so heißt das Schlüsselwort wohl bei den Touristikern) im Harz. Ein Ort, der aber auch zu den Hochzeiten vor 30 Jahren noch über 1 Millionen Übernachtungen hatte und der an einigen Stellen auch leerstehende Hotels und Pensionen präsentiert. Von Herausforderungen spricht der Politiker in solchen Situationen, von unübersehbaren Problemen der normale Mensch. 

Wir, Rat und Verwaltung in Goslar, haben verstanden: Werbung und Marketing für Ort, Schaffung von Attraktionen und Frequenzen, Touristische Entwicklung des wichtigen Ortsteils, das muss und darf und kann nur mit Hilfe der Stadt Goslar entstehen. Die Fußgängerzone für Goslars Einzelhändler sind die Schaffung von Frequenzen für Hoteliers und Gastronomie im Kurort Hahnenklee. Und deshalb war es in der Amtszeit meine Vorgängers im Amt des Oberbürgermeisters, Henning Binnewies, klug und richtig, den Bocksberg mit dem Investorenduo Pamela Groll und Heiko Rataj zu entwickeln. Für Sport- und Eventbegeisterte, für junge Familien, mit der Sommerodelbahn für den Sommer, die beleuchteten und beschneiten Skipisten im Winter. Und auch der Ortsteil selbst hat durch die Erhöhung des Fremdenverkehrsbeitrages 170.000 pro Jahr für diese Investitionen dauerhaft bereit gestellt. Der Erfolg gibt uns allen recht, so formulierte es gestern Ortsbürgermeister Heinrich Wilgenbus. Und der weiß sehr genau, wovon er spricht. Die Trendwende in Hahnenklee ist spürbar geschafft. Investitionen in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, den Campingplatz – sichtbar! Und genau jetzt gilt es weiter zu investieren. Investitionen der öffentlichen Hand werden deutliche private Investitionen nach sich ziehen. 

 Wie und wo? Nun, Kurhaus und Kurmittelhaus (das ehemalige Schwimmbad) sind seit Jahren als Leerstand zu bezeichnen, mit jährlichen laufenden Kosten für die Stadt im Übrigen. 

Gemeinsam mit dem sogenannten Kurpark das Herz des Ortes, ohne Attraktivität. Deshalb ein richtiger Ort für eine Entwicklung, die wir vor allem für die Schlechtwetterperiode in Hahnenklee und die Urlauber in diesen Tagen brauchen. Es ist tatsächlich so: In Hahnenklee scheint nicht immer die Sonne. Und im Winter liegt auch nicht immer Schnee. 

 Und deshalb haben wir uns (Politik, Ortsrat, Verwaltung) und dem Büro IDL in Goslar (Bernhard Stradner, Kim Ilausky, Ramona Tappe, Christian Frenzel) zusammengesetzt und in den vergangenen Monaten ein kreatives, kräftiges Konzept entwickelt – aus folgender Aufgabenstellung

 „ Für die Tages- und Übernachtungsgäste in Hahnenklee soll ein besonderes touristisches Highlight geschaffen werden, das die bestehenden Outdoor-Freizeitmöglichkeiten (Bocksberg) ergänzt und zusätzlich durch ein attraktives Indoor-(Schlechtwetter-)Angebot erweitert. Im Zentrum von Hahnenklee steht dafür ein bestens geeignetes Objekt mit Park und See zur Nachnutzung zur Verfügung. Für diese Liegenschaft sollen innovative Ideen zu einem wetterunabhängigen Freizeitangebot erarbeitet werden, dass ein breites Publikum generationsübergreifend anspricht und Besucher mehrfach anzieht. Unter dem Oberbegriff „Märchen und Mythen“ soll das Areal Kurhaus, Kurmittelhaus mit Parkanlage und See zu einem attraktiven Anziehungspunkt für Urlauber und Besucher aller Altersklassen werden. Hierfür gibt es Ideen zu entwickeln, um dieses Projekt touristisch erfolgreich zu vermarkten.“ 

Ergebnis: Wir entwickeln das MYSTHEUM. Dieser Name transportiert die Assoziationen Mystik/Märchen und große Unterhaltungsstätte. Die Entwicklung erfolgt unterirdisch und überirdisch. 

Wir entwickeln ein neues Wahrzeichen in Hahnenklee. 

WALPURGA, eine hohe, dreistöckige, begehbare Holzhexe im See. 

Wir entwickeln KARNIA. Mit einer Loren-Draisine kann das Areal mit Muskelkraft erkundet werden: Die Schienenstrecke führt quer durch das Gelände, das Hüttendorf und über die flachen Stellen des Sees. 

 Wir entwickeln IMARA: Der Marktplatz des Mystheums. Gespannte Segel sorgen für Schutz vor Sonne und Regen. Ein lebendiger Veranstaltungsort (mit der vom Ortsrat geforderten Eisbahn) wird entstehen. 

 Wir entwickeln IMARA: Zu besonderen Anlässen dient die Fassade des Kurhauses als Projektionsfläche, die mit Hochleistungsbeamern bespielt werden kann. 

 Wir entwickeln AVALONIA, ein Restaurant für die gute regionale, harztypische Küche. Das Café Baronesse gehört damit der Geschichte an. 

Wir entwickeln den HEXENSTIEG, die mit Harzer Naturmaterialien mystisch gestaltete Verbindung zwischen „Kurhaus“ und „Kurmittelhaus“. 

Wir entwickeln KIARA, den Indoor Spielplatz im ehemaligen Schwimmbad. Das Schlechtwetterangebot für alle, die sich bewegen wollen oder müssen. Klettern, Toben und Geschick stehen im Mittelpunkt. 

Und weiter entwickeln wir ergänzend in „Kurhaus“ und „Kurmittelhaus“ : ARKINO (Veranstaltungsräume für private, geschäftliche, kulturelle Veranstaltungen) CHAJA (Konferenzräume, Coworking Space) MAKANI (Cafeteria für Kinder angrenzend an Kiara, den Indoor-Spielplaz) KALI (Entertainment, Virtual Reality, Escape Games) VÖLKCHEN (Pädagogische Kinderbetreuung für Urlaubsgäste und Einwohner).

Mein Fazit: Das Konzept Mystheum bietet enormes Potenzial für eine erfolgreiche touristisch-kommerzielle Umnutzung des Kurhauses und des Kurmittelhauses, schafft Frequenzen und Wertschöpfung.

Lasst uns jetzt schnell einig werden: Große Chance für Hahnenklee und Goslar erkennen und nutzen, Punkte aufholen zu den besseren Tabellenplätzen von Schierke und Bad Harzburg, einen oder mehrere Betreiber suchen, Fördergeld suchen und los geht das!