Die Bremser sind endlich ausgestiegen!

Viel wird geredet über die Ausrichtung des Landkreises Goslar. Liegt die Zukunft im Großraum Braunschweig oder im Harz? Ich meine: Warum kann man nicht für die Verflechtung in unserem Harz länderübergreifend arbeiten und dabei gleichzeitig einen engen Draht nach Braunschweig suchen? Mir ist nach wie vor unklar, warum immer nur schwarz-weiß Debatten geführt werden.

- EIN ZWISCHENRUF - 

Quelle: Harz-Kurier vom 19.08.

Parteipolitische Farben spielen bei der Regionsdebatte eine eher untergeordnete Rolle. Vielmehr bilden nach meiner Wahrnehmung Herkunft, Lebensalter und Wohnort eine Meinung zu dem Thema: Wo gehört Goslar hin? Vergessen wird bei dem Diskurs zumeist, dass uns das Reden und Diskutieren über eine Ausrichtung nicht weiterhilft; Nichtbewegen bedeutet immer Stillstand. Und der hilft tatsächlich in der Region überhaupt nicht weiter. Wir müssen Vorschläge machen und selbst initiativ werden. 

Deshalb ist mein Antritt wie folgt: Zielstrebig weiter für die EIN HARZ Initiative arbeiten und darauf hinweisen, dass die länderübergreifenden und landkreisübergreifenden Kooperationen zwischen Bürgermeistern und Landräten nur ein Teil sein kann. Ebenso wichtig ist es, dass die Wirtschaft (Wirtschaftsvertreter, IHK, Wirego, HWK, Pro Goslar, Arbeitgeberverband etc.) ebenso Teil der gemeinsamen Arbeit ist, wie die Verbindungen der drei Hochschulen in Clausthal, in Wernigerode und in Nordhausen. Hier liegt das Erfolgsmodell der EIN HARZ Initiative. Wir sind breiter aufgestellt als Bürgermeisterverbünde. 

Das funktioniert seit 2 ½ Jahren richtig gut und ich bin sehr froh darüber, dass auch die letzten Bremser, die sich am Anfang in unseren Fahrt aufnehmenden Bob gesetzt haben, inzwischen ausgestiegen sind. Endlich, denn Energie und Zeit haben die Bremser natürlich gefressen. Der Harz braucht aber für eine gute, positive Entwicklung keine Bremser, sondern Dynamik, Engagement, Visionen, Lobbyisten, Netzwerker. 

Quelle: Harz Kurier vom 19.08.


Wir haben davon ganz viele gefunden, die sich in unseren Arbeitsgruppen (Image, Bildung, Hochschulen, Verkehr, Wirtschaft) einbringen und wir haben eine Gruppe von rund 40 Personen, die sich regelmäßig im Rahmen unserer “Vollversammlung” treffen. 

Diese wird nach unseren derzeitigen Ideen Bereit in der zu gründenden EIN HARZ GmbH. Aktuell diskutieren wir darüber, wie Geschäftsführung und Geschäftsführer finanziert werden. Die Gespräche bei den Landesregierungen erfolgen, denn die sind - nach viel Zögerlichkeit zu Beginn - mit dabei und gründen keine eigene länderübergreifende Gruppe mit Kommunalvertretern. 

Beim Treffen in Goslar waren Vertreter aller drei Staatskanzleien aus Hannover, Magdeburg und Erfurt unsere Gäste. Und auch der Landesbeauftragte aus Braunschweig, Matthias Wunderling-Weilbier, war bereits mehrfach unserer Gast.

Arbeiten, Vorangehen, Beharrlichkeit - und nicht gleich vom ersten Bremser einschüchtern lassen - zahlt sich eben doch aus.

Und die Volksstimme in Sachsen-Anhalt und der Harz-Kurier in Osterode berichten auch regelmäßig und ausführlich über unsere Aktivitäten. Denn nicht nur Berge und verschiedene Landkreise und Länder erschweren Kooperationen, sondern natürlich auch die uneinheitliche Zeitungslandschaft. Hier helfen die Sozialen Netzwerke, so nervig auch viele Kommentare (weniger zu den Harz Themen) auch manchmal sind.


Quelle Harz-Kurier