Asylothek in Goslar?

Wir brauchen aktuell keine schärferen Gesetze in Deutschland und auch nicht mehr Schusswaffeneinsatz, sondern wir müssen die Integrationsbemühungen verstärken und vor allem beschleunigen. Das Bereitstellen von Wohnraum ist der einfachste, der leichteste, der kleinste Teil der Integration! Flüchtlinge müssen in Arbeit! Das ist der Schlüssel!

Randbemerkung: Das Scheitern eines Innenministeriums in NRW und Verantwortlichen in Köln kann doch wohl kaum das Scheitern von Integration bedeuten. 

In Goslar sind wir jedenfalls anders unterwegs. Vielleicht ist dabei in Goslar auch das Thema Asylothek eine gute Idee?


Der Architekt Günter Reichert hat in Nürnberg die bundesweit erste Asylbewerberheim-Bibliothek ehrenamtlich ins Leben gerufen, um den Flüchtlingen ein Mindestbildungsangebot zur Verfügung zu stellen. Neben der Vermittlung von Sprache und Bildung soll durch die Vermittlung sozialer, kultureller und gesellschaftlicher Werte ein konfliktfreies Bewegen in unserer Gesellschaft ermöglicht werden. Im Juli 2012 wurde in Nürnberg (Gostenhof-Ost) Kohlenhofstr. 26 eine Gemeinschaftsunterkunft (Asylbewerberheim) mit 167 Betten seitens der Regierung von Mittelfranken eröffnet Zum Zeitpunkt der Eröffnung im Juli 2012 waren lediglich zwei Hausmeister - welche zeitgleich noch andere Unterkünfte betreuten - für sämtliche Asylbewerber der Gemeinschaftsunterkunft zuständig. Weder eine soziale Betreuung noch eine Bildungsmöglichkeit waren zu diesem Zeitpunkt gegeben. Kurz: die Asylbewerber waren sich mehr oder weniger selbst überlassen. Aufgrund fehlender Bildungseinrichtungen, fehlender Sprachkurse und fehlender Information bezüglich der Kultur und des Lebens in der Bundesrepubik wurde die Idee geboren, eine ehrenamtlich initiierte und betriebene Bibliothek im Asylbewerberheim Kohlenhofstraße auf Spendenbasis - ohne jegliche städtische oder staatliche Zuschüsse - zu errichten – die Asylothek. Ziel des Projektes ist, Bildungsmöglichkeiten anbieten zu können und somit eventuellen “Spannungen” und “Konflikten”, welche durch die monatelang anhaltende erzwungene Untätigkeit entstehen könnten, entgegenzuwirken, die Möglichkeit eines Kennenlernens der bundesrepublikanischen und fränkischen Kultur und der Erlernung der deutschen Sprache möglich zu machen. 


Kontakt: Günter Reichert Asylothek - Kohlenhofstr. 26 90443 Nürnberg E-Mail: asylothek@web.de 


Für Goslar bedeutet das denn vielleicht nicht fränkische Kultur, sondern niedersächsische und/oder harzer Kultur.

Vielleicht gibt es Interesse in Goslar?

Wer macht mit?


Weitere Infos:

WWW.ASYLOTHEK.DE