Herzenssache Goslar: Der Zwinger

Wer kennt ihn nicht, den Zwinger in Goslar? Der mittelalterliche Wehrturm ist einer der stärksten Befestigungstürme Europas.

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Der Zwinger ist markant, bedeutend. Jedenfalls habe ich sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag gefunden: https://de.wikipedia.org/wiki/Zwinger_(Goslar).

 Und wer glaubt, dass Infos über Dresden erscheinen, wenn man www.zwinger.de eintippt, der hat sich getäuscht!

 

Im unteren Bereich hat der Zwinger jedenfalls über sechs Meter dicke Mauern und führt mit dieser Frage auch immer wieder Kinder im Rahmen der Stadtrallye durch die Wallanlagen.

 

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Stadtrallye für Kinder? Da war doch was: Tanja Ulrich von der GOSLAR marketing gmbh hatte im Vorjahr ein Rallyebuch für Kinder gestaltet. Damit haben wir eine attraktive Stadtführung für Kinder geschaffen. Goslar kennenlernen! Ich habe die Idee von Tanja Ulrich auch schon für Kindergeburtstage genutzt

 Weitere Infos hier: https://www.oliver-junk.de/herzenssache/2019/9/19/das-rallyebuch-fr-kinder?rq=rally

 

 Zurück zum Zwinger: Er wurde schon 1517 zum Schutz der Stadt Goslar errichtet und befindet sich seit 1936 in Familienbesitz Familie Mevers. Die heutigen Eigentümer sind Birgit und Jörg-Heiko Mevers seit 2005.

Über Jahrzehnte war eine Gaststätte im Zwinger, inzwischen werden sehr attraktive Ferienwohnungen bzw. Apartments mit Leistungen eines Aparthotels angeboten.

 

Constanze und Claudia, Urenkelinnen des ersten privaten Eigentümers des Zwingers, sind heute für das Marketing und die konkrete Vermarktung im Zwinger zuständig. Und haben einen attraktiven Internet-Auftritt erstellt.  www.zwinger.de :-)

 

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Im Turm selbst befindet sich ein kleines Zwinger-Museum mit ausgestellten Ritterrüstungen, Waffen und mittelalterlichen Folterinstrumenten. 

 Und richtig schön ist der Blick auf die Altstadt und den Rammelsberg, wenn man auf das Dach des Zwingers geklettert ist.

Es soll Menschen in Goslar geben, die bis heute noch nie im Zwinger waren. Er ist in jedem Fall einen Besuch wert.

 Seit dem Jahr 1792 war im Zwinger eine Gastronomie, das „älteste Gasthaus in Goslar für Frauen und Männer!“ wie mir Frau Mevers erzählt.

 Und auf alten Bildern ist auch eine lebendige Außengastronomie sichtbar. Biergartenatmosphäre war geboten, die Wallanlagen um den Zwinger als der Bürgerpark der Stadt. 

Vielleicht kommen wir da mal wieder hin.

Mit der Inwertsetzung der Wallanlagen für inzwischen über 1,5 Millionen EUR geht die Stadt Goslar jedenfalls voran und mit dem genehmigten Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ werden wir auch weiter in den Wallanlagen arbeiten, insbesondere auch den desolaten Pfalzgarten umbauen und in Ordnung bringen. Ich glaube schon, dass die Wallanlagen um den Zwinger noch attraktiver und lebendiger werden können und dürfen.

Aber zentrale und attraktive Mitte wird immer der Zwinger selbst sein. Und auch deshalb bin ich sehr dankbar für das Engagement der Familie Mevers.

 

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Das von mir beschriebene Restaurant im Zwinger gibt es allerdings jetzt nicht mehr und genau das war auch der Grund für meinen jüngsten Besuch im Zwinger. 

Denn die Familie Mevers hatte eine pfiffige Idee, nachdem die Nutzung als Gaststätte nicht mehr wirtschaftlich funktioniert hat.

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Sehr behutsam und in Abstimmung mit der Denkmalpflege wurde der ehemalige Gastraum umgebaut. Ein großes Apartment ist entstanden mit Leistungen eines Aparthotels.

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Es ist tatsächlich eine Ferienebene im Zwinger. Bis zu 14 Personen finden Platz, jeweils mit eigenem Doppelzimmer und im Zentrum des Raumes die gemeinsame offene Küche und Tresenbereich.

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Zwei Bäder, Schweden-Ofen – keine Frage, da kann man mal schön gemeinsamen Großfamilienurlaub planen oder eine Tour mit Freundinnen und Freunden nach Goslar.

 

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Constanze und Birgit Mevers erkennen im Gespräch mit mir an, dass sich endlich wieder was tut um den Zwinger herum: Nicht nur die baulichen Maßnahmen der Stadt werden positiv gesehen, auch das nun schon traditionelle Kahnteichfest der CDU wird erwähnt. Dann gab es endlich auch wieder das große Kahnteichkonzert, mitorganisiert von der GMG und auch die SPD hatte jüngst zu einem Jazz-Frühschoppen an den Zwinger eingeladen.

 

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Ich möchte nicht vergessen, auch an dieser Stelle nochmals besonders auf das Engagement von Armin Nitsche und seinem Verein Boule-Freunde zu verweisen.

Hier wird ganz viel ehrenamtlich für die Pflege in den Wallanlagen organisiert.

 

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Die Familie Mevers hat sich entschieden. Der Zwinger bleibt in ihren Händen und sie haben eine wirtschaftlich tragfähige Grundlage geschaffen, um dieses bedeutende & stadtbildprägende Denkmal für uns zu erhalten.

Und wer mithelfen möchte, der möge doch einfach tüchtig Werbung machen!

Ich sage der Familie Mevers herzlichen Dank für ihr Engagement und dem sensiblen Umgang mit unserem wichtigen Denkmal.

Herzenssache Golsar: Der Zwinger

 Alle weiteren Infos zum Zwinger, den Übernachtungsangeboten, dem Museum, der Zwinger-Sage etc. finden Sie hier:

www.zwinger.de

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