Herzenssache Goslar: Helmut Krauss

Freund, Feind, Parteifreund - Sie kennen alle diese Steigerungsform. Außerhalb der Politik darf man sich seine Freunde - gottlob - aussuchen und diese pflegen wie wir wollen und es für richtig halten.

Ich freue mich z. B. über meine vielen, guten Freunde in Bayreuth und Oberfranken. Aber auch in Goslar sind seit 2011 ehrliche Freundschaften entstanden. 

Gerade im Rahmen der Städtefusion Vienenburg und Goslar gab es für mich vor einigen Jahren plötzlich viele neue Gesichter zu sehen, Menschen kennenzulernen. 

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Im Zuge dieser ersten Begegnungen lernten meine Familie und ich seinerzeit auch Helmut Krauss aus Lengde persönlich kennen. Ich kannte ihn schon seit vielen Jahren, aber nur aus dem Fernsehen. 

Der lustige Nachbar Paschulke aus der Sendung Löwenzahn, das ist Helmut Krauss. 

Ich bin doch aufgewachsen mit Peter Lustig und Nachbar Paschulke.  Und noch heute schaue ich immer noch gern Löwenzahn, Sonntags - vor dem Frühstück. Am liebsten natürlich die alten Folgen “Löwenzahn Classic” - aber auch neue Folgen mit Fritz Fuchs und - richtig - Nachbar Paschulke. 

So ein wenig lernen die Kinder - und die Erwachsenen - mit und  von dem brummigen Nachbarn, dem immer wieder Missgeschicke passieren.

inzwischen, das erlaube ich mir zu sagen, sind Helmut und ich echte Freunde geworden. Wir haben in den letzten Jahren sehr viele gemeinsame Projekte und Ideen umgesetzt und waren dabei zusammen kreativ unterwegs. 

Das prägt natürlich, schafft Vertrauen und bringt zusammen. Ich erinnere mich z. B. noch sehr gern an die organisierte Lesung im Heiligen Kreuz für Schülerinnen und Schüler oder, an gleicher Stelle, an die Verabschiedung des seinerzeitigen Ersten Stadtrates, Klaus Germer. 

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Fachbereichsleiter Dirk Becker in der Kulisse als Klaus Germer, Helmut Krauss an der Drehorgel und der übrige Stab im Chor zur Melodie von Brechts Dreigroschenoper: “So stand´s Freitag in der Ratspost, Super-Germer hält sein Wort“ – einfach großartige und selbst für den „oberaufgeräumten“ Klaus Germer ein Grund sich eine kleine Träne zu verdrücken. 

Aber auch beim städtischen Neujahrsempfang in der Kaiserpfalz haben wir zusammen mehrfach das vorgesehene Protokoll gestört. 

Mit einem Gedicht oder einem etwas anderen Jahresrückblick hat Helmut die Veranstaltung „eingenommen“ und neu interpretiert. Mir und vielen anderen hat das sehr, sehr gut gefallen. 

Und auch eine gemeinsame Vorliebe hat uns zusammengeschweißt und schon einige Abende in Goslar oder Lengde unvergesslich werden lassen. Wir beide lieben nämlich, ich hoffe hier liest keiner mit, guten und vor allem kalten Weißwein sehr und haben manche Flasche probieren müssen. 

Auch insgesamt lässt es sich mit Helmut wunderbar reden, rumspinnen und stundenlang diskutieren, was uns wechselseitig viel Freude bereitet. 

Erst vor wenigen Wochen waren wir wieder zu einem gemütlichen Abend zusammen, ein gutes Glas getrunken und die Berichterstattung zur Kommunalpolitik ausgewertet. 

Wer hier ein profundes Urteil benötigt, der sei herzlich an Helmut verwiesen, wenn er oder sie die Wahrheit verträgt jedenfalls.

 In diesem Jahr sind bei mir Gedanklich schon wieder ein paar Abende für Helmut reserviert. Spätestens sehen wir uns in zwei Wochen beim MINER’S ROCK am Rammelsberg, wo Bergmann Helmut, auch so ein kleines Projekt von ihm, nicht fehlen darf. 

Herzenssachen handeln von Menschen, von tollen Projekten und heute davon, dass es sich lohnt, Freundschaften zu schließen, zu pflegen und für einander da zu sein. Auch wenn es mal nicht so läuft, auch wenn der Wind mal von vorn bläst. Danke, lieber Helmut, dass dich die Richtung des Windes immer weniger interessiert hat, als die Frage des richtigen Standpunktes. 

Auf meinen Freund Helmut und noch viele gemeinsame Stunden! 

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Oliver Junk