Herzenssache Goslar: Helmut Krauss

Auf meinen Freund Helmut und noch viele gemeinsame Stunden!“ so hatte meine „Herzenssache Helmut Krauss“ vor wenigen Monaten geendet. 

So viele gemeinsame Stunden sind es leider nicht mehr geworden. Und nach seiner Rückkehr aus Garmisch musste er vor wenigen Wochen eine Verabredung mit mir absagen, er war dann schnell im Krankenhaus, wollte keinen Besuch mehr; über den Ehrenstadtbrandmeister Vienenburgs Klaus Ulrichs und den Miners Rocker Christian Burgart wurde ich in den vergangenen Wochen permanent über den Gesundheitszustand informiert………..

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Heute bin ich jedenfalls dankbar für viele heitere und feucht-fröhliche Begegnungen. Er konnte schon Feiern. Und er hatte Ideen, war zu begeistern – für viele kleine und große Ideen in der Stadt.

Ich erinnere mich z. B. noch sehr gern an die organisierte Lesung im Heiligen Kreuz für Schülerinnen und Schüler oder, an gleicher Stelle, an die Verabschiedung des seinerzeitigen Ersten Stadtrates, Klaus Germer: Fachbereichsleiter Dirk Becker in der Kulisse als Klaus Germer, Helmut Krauss an der Drehorgel und der übrige Stab im Chor zur Melodie von Brechts Dreigroschenoper: “So stand´s Freitag in der Ratspost, Super-Germer hält sein Wort“ – einfach großartige und selbst für den „oberaufgeräumten“ Klaus Germer ein Grund sich eine kleine Träne zu verdrücken. 

 

Aber auch beim städtischen Neujahrsempfang in der Kaiserpfalz haben wir zusammen mehrfach das vorgesehene Protokoll gestört.  Mit einem Gedicht oder einem etwas anderen Jahresrückblick hat Helmut die Veranstaltung „eingenommen“ und neu interpretiert. Mir und vielen anderen hat das sehr, sehr gut gefallen. 

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Und auch eine gemeinsame Vorliebe hat uns zusammengeschweißt und schon einige Abende in Goslar auf der Terrasse oder in Lengde unvergesslich werden lassen. Wir beide liebten nämlich, ich hoffe hier liest keiner mit, guten und vor allem kalten Weißwein sehr (Aufgemerkt Ralph Bogisch :-)) und haben manche Flasche probieren dürfen und nebenher natürlich wunderbar reden, rumspinnen und stundenlang diskutieren können, was jedenfalls mir stets eine große Freude war. Auch die gemeinsame Auswertung der Berichterstattung in der Goslarschen Zeitung über die Kommunalpolitik in Goslar war mit ihm stets ein Genuss. 

 Mit Freude habe ich erlebt, wie er auch die junge, engagierte und mutige Mannschaft von Miners Rock tatkräftig und stimmgewaltig unterstützt hat. Das war ihm bis zum Schluss wahrlich eine wahre Herzenssache. 

Und Herzenssache war es mir auch, ihm fast immer Sonntags eine SMS zu schreiben, wenn er in einer Löwenzahnfolge mit Fritz Fuchs oder in den Löwenzahn - Classics mit Peter Lustig zu sehen war. “Heute die Folge mit dem Stausee.. Liebe Grüße nach Lengde!” so oder so ähnlich lauteten die dann.


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„Herzenssachen handeln von Menschen, von tollen Projekten und heute davon, dass es sich lohnt, Freundschaften zu schließen, zu pflegen und für einander da zu sein. Auch wenn es mal nicht so läuft, auch wenn der Wind mal von vorn bläst. Danke, lieber Helmut, dass dich die Richtung des Windes immer weniger interessiert hat, als die Frage des richtigen Standpunktes!“ so habe ich es in meiner „Herzenssache Helmut Krauss im Mai 2019 beschrieben“ – lassen wir es so stehen.

Danke Helmut!

 

 

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