Herzenssache Goslar: Angela Merkel

 

 

 

 

Herzenssache Goslar: Der Besuch von Angela Merkel

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„Wie war das mit der Kanzlerin?“ „Wie ist sie denn so?“ „Wie ist dieser Besuch überhaupt zustande gekommen?“ – diese und ähnliche Fragen habe ich in den vergangenen Stunden oft gehört. 

 Der Besuch der Kanzlerin am Mittwoch in Goslar war für mich persönlich sehr eindrucksvoll. Denn klar ist: Dieses Erlebnis wird einmalig in meiner Amtszeit bleiben und auch die Zeit der großen Kanzlerin Dr. Angela Merkel ist – leider - endlich. Ich persönlich bin aber ohnehin überzeugt davon, dass sich viele Merkel-Kritiker in einigen Jahren noch nach ihr sehnen werden. 

 

Und Goslar war stolz und ist stolz.

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Schon vor über zwei Jahren hatte ich mit Sigmar Gabriel den Gedanken entwickelt, einen Besuch der Kanzlerin in Goslar zu organisieren, sie einzuladen.

 

Das „Goslarsche Pancket“ hatten wir uns ausgeguckt. Das ist eine Veranstaltung mit Wirtschaftsvertretern in der Kaiserpfalz. Frau Merkel als Ehrengast, ca. 200 geladene Gäste – so war unser Plan. Und im vergangenen Herbst haben wir die Zusage der Kanzlerin für dieses „Goslarsche Pancket“ erhalten, die Vorbereitungen liefen an.

 

Vorgemerkt wurde ein Termin im März, die Bekanntgabe sollte nach der Weihnachtspause im Januar des Jahres erfolgen. Doch das Bundeskanzleramt stoppte mehrfach unseren Veröffentlichungswunsch. Und wir wurden ein wenig unruhig, weil ja auch die Einladungen verschickt werden sollten.

 

Dann endlich, im Januar,  die Nachricht aus Berlin: Am nächsten Tag Telefontermin mit dem Kanzleramt. „Irgendetwas stimmt da nicht!“ sagte mir meine Büroleiterin Elke Dressler. 

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Ich weiß es noch sehr genau. Ich stand auf dem Marktplatz in Wernigerode, wollte zum Neujahrsempfang der Stadt Wernigerode und hatte dann nicht eine Mitarbeiterin des Kanzleramtes am Ohr, sondern die Kanzlerin selbst. Mehrfach habe ich mich gefragt, ob ich nicht gerade in einem Telefonspaß eines Radiosenders gelandet bin und ich beim Auf- und Abgehen in Wernigerode gefilmt werde, aber sie war es ganz offensichtlich doch selbst und erklärte mir, dass der geplante Termin im März zum Goslarschen Pancket nicht zu realisieren sei.

 

Meine Enttäuschung muss wohl so groß und hörbar gewesen sein, dass die Bundeskanzlerin noch in dem Telefonat folgenden Vorschlag machte:

1.   In Ihrer Vertretung übernimmt Bundeswirtschaftsminister Altmeier die Rolle als Ehrengast beim Goslarschen Pancket

2.   Sie nimmt sich ein paar Stunden Zeit für die Stadt Goslar, ich solle ein Termin mit ihrem Büro noch vor der Sommerpause aushandeln und ihr ein Programmvorschlag machen.

Dieses Angebot habe ich natürlich gerne angenommen und bin bis heute begeistert darüber, dass sie sich an ihre Zusage gehalten hat.

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Im kleinen Kreis haben wir dann das Programm ausgearbeitet und mit dem Bundeskanzleramt abgestimmt. Mein Ziel war es, möglichst viele Begegnungen mit Menschen aus Goslar zu ermöglichen und möglichst viel von der Stadt Goslar zu zeigen.

 

Und es ist gelungen: Besichtigung des Weltkulturerbes Erzbergwerk Rammelsberg, Begegnung mit den jungen Leuten von Bühnenreif, Schülerdiskussion in der Kaiserpfalz, Kleiner Rundgang durch die Altstadt, Eintrag ins Goldene Buch und Gespräch mit den Repräsentanten der Stadtgesellschaft im Großen Heiligen Kreuz.

 

Es war großartig, wie das Wetter auch. Und das hat natürlich auch ganz viel mit den Menschen zu tun, die diesen Tag organisiert haben.

 

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Mir ist daran gelegen, mit dieser „Herzenssache“ Dankeschön zu sagen. Der Kanzlerin für ihre Zeit, Sigmar Gabriel für die Vermittlung, aber insbesondere auch denen, die in meinem Büro und meiner Verwaltung die Verantwortung für diesen Besuch getragen haben, ihn organisiert haben.

Namentlich tausend Dank an meine Büroleiterin Elke Dreßler, aber auch an Vanessa Nöhr, Thorben Bosse, Claudia Jagsch und allen weiteren Beteiligten in meinem unmittelbaren Team. 

Dank gilt aber auch allen weiteren Verwaltungskolleginnen und Kollegen.Z. b. hat der Betriebshof hat Tensatoren aufgestellt und wieder abgebaut, Herr Rademacher vom Stadtbus hat die Pressevertreter von A nach B transportiert, die Kolleginnen und Kollegen der  Kultur waren im Boot, schon wegen der Nutzung von Kaiserpfalz und Großem Heiligen Kreuz. Unterstützung gab es auch durch ErklärerInnen und Azubis, der IT,  der Hausmeister und und und. 

 

Das war schon ein Kraftakt, 60 Journalisten waren angemeldet, deutlich über 40 vor Ort. Diverse Vorbesprechungen und Ortstermine mit der örtlichen Polizei, dem BKA und dem Bundespresseamthaben stattgefunden.

Daten hunderter Menschen waren abzufragen, um sie zur Überprüfung an das BKA zu schicken. 

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Allein 200 Schülerinnen und Schüler und mehr als 150 Gäste des Empfangs aber auch städtisches Personal, Caterer, Presse… Alle, die in irgendeiner Weise beteiligt sind und der Kanzlerin oder den betroffenen Gebäuden nahe kamen.

Auch kurzfristige Änderungswünsche von Presse oder Oberbürgermeister wurden aufgenommen.  Und selbst, wenn man denkt, es sei alles geregelt, fallen am Vormittag – kurz vor Beginn der Veranstaltung – weitere Dinge auf, die organisiert werden müssen: WLAN-Passwörter, Tischdecken für den Eingangsbereich, Gläser ohne Werbeaufdruck, neue Absprachen zum Ablauf an alle beteiligten Kollegen weitergeben. Ein Hoch auf WhatsApp!

 

Auch im Namen meiner Kollegen sage ich herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit und das positive Feedback, aus Berlin, von der Polizei, von den Gästen.

 

Abschließen darf ich meine Herzenssache mit meinen Abschlussworten im Großen Heiligen Kreuz:

 

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“ 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

meine Damen und Herren,

ich darf abschließend eine Bitte an Sie richten: Lassen Sie nicht nach in Ihrem Engagement für die Stadt Goslar.

 

Und um so wichtiger und komplexer das Große wird, also all die Themen, um die sich Frau Bundeskanzlerin zu kümmern hat, um so wichtiger wird das Kleine, wird die eigene Stadt, wird die Heimat. 

 

„Menschen wollen sich auskennen!“ hat Sigmar Gabriel jüngst formuliert.

ZITAT ENDE

Abschließend sage ich Friederike Mateo herzlichen Dank für die tollen Fotos!

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