Das Osterfeuer am Bollrich

Viele, viele Diskussionen rund um das Osterfeuer am Bollrich, angefangen schon im vergangenen Jahr.

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Wird es organisiert oder nicht? Und von wem? Seit vielen Jahrhunderten begrüßen wir mit dem Osterfeuer die Sonne als Siegerin über den Winter.  

Tradition des Osterfeuers am Bollrich 

Und wann ist das traditionelle Osterfeuer am Bollrich entstanden? Der heutige Erste Stadtrat Burkhard Siebert hatte Mitte der 1980er Jahre die Initiative ergriffen, ein zentrales Brauchtumsfeuer zu organisieren. Er war damals bei der Freiwilligen Feuerwehr Goslar Gruppenführer. Gemeinsam mit seinen Kameraden hatte er das Ziel, die Kameradschaft zu stärken und etwas Geld für die Kasse einzuspielen. 1986 wurde das Osterfeuer am Bollrich erstmals entzündet. Etwa 20 Kameraden haben gemeinsam mit ihren Frauen Holz organisiert (das musste in den ersten Jahren noch aus der Stadtforst herangeschafft werden) und entsprechend geschichtet. Dazu natürlich Glühwein, Bratwurst und Schmalzbrote mit Harzkäse. Die Verantwortung für das Osterfeuer hatte dann Burkhard Siebert Mitte der 1990er Jahre abgegeben, er rückte zu dieser Zeit zum Stadtbrandmeister auf. Aber seine Nachfolger in der Feuerwehr setzten den Hut auf, in den letzten Jahren dann stets in der Verantwortung von Dirk Assmann. Aber auch Feuerwehrkameraden wie Dieter Bothe, Jürgen Busse, Dieter Jordan, Dirk Meisner, Peter Tiemann sind namentlich zu erwähnen. 

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Das finanzielles Risiko Jahr für Jahr haben die Kameradinnen und Kameraden das Osterfeuer ehrenamtlich „gestemmt“. Es gab darunter auch viele Osterfeuer, die nicht tausende Menschen in sonniger Feierlaune auf den Bollrich lockten. Es gab Sturm-, Wind- und Regenjahre. Und dann blieben die Kameraden auf Literweise Glühwein und Kilos von Harzkäse sitzen.

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Verständnis für Absage der Feuerwehr 

Aber das war nicht der Grund für die erstmalige Absage des Osterfeuers durch die Feuerwehr im Jahr 2018. 

Ich hatte bereits in meinem „Herzenssache-Blog“ im März 2018 davon berichtet, dass wir die ehrenamtliche Arbeit für das Osterfeuer – und die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr insgesamt – nicht unterschätzen dürfen. 

Hier meine Herzenssache aus März 2018:

http://oliver-junk.de/post/172351034916/herzenssache-goslar-unsere-osterfeuer

Und die ehrenamtliche Kraft für den Einsatz von hunderten von Feuerwehreinsätzen Jahr für Jahr ist endlich. Neben Ehrenamt steht eben auch immer noch Familie und Beruf. Ich habe deshalb Verständnis für die Absage durch die Feuerwehr. Und Kritik daran halte ich für unangemessen. 

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Goslar hat Kraft 

Aber Goslar ist stark und Ehrenamt wird auch außerhalb der Feuerwehr gelebt. Und es gibt gottlob eben nicht nur die Meckerer, die behaupten was alles nicht geht, sondern es gibt auch Zupacker. Menschen, die Themen in die Hand nehmen unabhängig davon, ob sie 50 Euro verdienen oder zusetzen. Zu diesen Menschen gehören auch Alexander Scharf und Maik Jankowsky

Gemeinsam mit einer Gruppe von Aktiven und Sponsoren haben sie sich auf den Weg gemacht, um das Osterfeuer zum Brennen zu bringen. Aus der Idee von Maik Jankowsky und Fleischer Henning Kluß (der eine die Getränke, der andere die Wurst) wurde ein offizieller Antrag und die Genehmigung der Stadt. 

Veranstalter ist die Gastro Urban GmbH von Alexander Scharf und Maik Jankowsky. 

Die beiden betreiben u. a. das „Schiefer“ am Marktplatz, das „Tims“ in der Kaiserpassage und das „Wildfang“ am Jakobikirchhof. 

Und warum übernehmen die beiden Initiative und Verantwortung? „Goslarer sind unsere wichtigsten Gäste!“ so Scharf und Jankowsky und ergänzen: „Wir wollen doch etwas für Goslar und die Goslarer leisten und auch der Stadt etwas zurückgeben!“ 

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Aber da sind auch die weiteren Helfer und Unterstützer. Der bereits erwähnte Fleischer Henning Kluss, die Firma Bagger Friehe, der Expert Riedel & Neumann Chef Jürgen Breiler und Uwe Schwenke de Wall mit seinem Recycling-Park gehören ebenso dazu wie Jürgen Spöttel, Jan Baumgart und Jan Wedel. Aber auch die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr sind wieder mit im Boot nachdem die Veranstalter-Verantwortung von Maik Jankowsky und Alexander Scharf übernommen wurde. Sie stellen die Brandwache. 

Herzlichen Dank allen Beteiligten und Sponsoren. Und “Herzenssache” war es mir, daraus auch eine “Herzenssache” zu machen….

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Gerne angenommen wird im Übrigen der Baum- und Strauchschnitt. 

Und zwar noch am Samstag, den 13. April im Zeitraum von 9 Uhr bis 15 Uhr. 

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Maik und das Team geben jedenfalls richtig Gas. So sieht es aktuell am Bollrich aus.

Es sind die Menschen, die anpacken und zupacken. 

Davon gibt es in Goslar sehr viele und dafür bin ich wirklich sehr dankbar. Das macht nämlich eine Stadt aus. 

Und die gibt gottlob auch an anderer Stelle in der Stadt:

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Hier die Übersicht aller Osterfeuer, jedenfalls soweit diese mir bekannt geworden sind.

Vielen Dank nochmal.

Vielen Dank für die Bilder für diese Herzenssache, die mir Uwe Epping überlassen hat.

Also, wir sehen uns zum Osterfeuer am Ostersonntag am Bollrich oder irgendwo an anderer Stelle! 

#Herzenssache #Goslar: Das Osterfeuer am Bollrich!

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